Das Theater

 

Der Ursprung des heutigen Stadttheaters geht nachweislich bis in das 19. Jahrhundert zurück. Damals, im Eigentum der "Braukommune", wurde der Keller, ausgebildet als Tonnengewölbe mit 1m starken Aussenwänden, für Gärräume genutzt und das Obergeschoss an Schauspielunternehmer vermietet. Aus der "Camenzer Wochenschrift" geht hervor, dass bereits 1824 nachweisbar Theater gespielt wurde.

1833 Neubau oder Umbau als Theatergebäude

1842 Stadtbrand (1846 wurde im "Stern" theater gespielt)

1888 Einbau einer privaten Wasserleitung für die Gärräume

1896 Umbau des Gefäßschuppens

1897 Bau eines Schornsteines für einen einzelnen Ofen im Zuschauerraum

1900 Anschluss einer elektrischen Versorgungsleitung

1903 wurde das Gebäude für 28.500 RM von der Stadt gekauft und als Stadttheater genutzt

1922 Installation elektrischer Beleuchtung

1933 Forderung in Sachsen nach aktiver Kulturpolitik

1934 großzügiger Umbau und Verbesserung sämtlicher Räume. Der Besucherraum wurde mit neuem Gestühl und die Bühne mit modernster Einrichtung versehen. Es wurden 2 Theaterringe und Schülerveranstaltungen durchgeführt.

1937 Bereitstellung des Kellers für Luftschutzräume

1962 Erneuerung der Bestuhlung im Zuschauerraum

1983 Instandsetzung von Dach und Fassade, an den Eingängen wurden neue Außenleuchten installiert

Das Neuordnungskonzept des Quartiers Theaterstraße / Klosterstraße / Zwingerstraße / Pulsnitzer Straße zeigte Möglichkeiten für die effektive Nutzung des Theatergebäudes als Freizeit- und Kultureinrichtung auf. Die umfangreichen Bauleistungen begannen am 01.03.1998, bis zur Grundsteinlegung vergingen 6 Monate und nach weiteren 9 Monaten wurde bereits Richtfest gefeiert. Fertig gestellt wurde das Projekt am 30.09.1999. Die feierliche Eröffnung fand am 03.10.1999 statt.

Theatersaal

Der modern gestaltete Theatersaal bietet unterschiedliche Nutzungsvarianten für Veranstaltungen der verschiedensten Art. Über 60 Veranstaltungen finden im Laufe eines Jahres statt. Die sorgfältige Auswahl an Veranstaltungen aus den Genres Theater, Kabarett/Kleinkunst sowie Konzert sorgen regelmäßig für ein gut gefülltes Haus. Ergänzend hierzu erfreuen sich regelmäßig Sonderveranstaltungen wie z.B. DIA-Vorträge großer Beliebtheit.

Der Theatersaal ist unterteilt in Parkett und Rang. Im Parkett können Sie Ihren Sitzplatz auf 5 verschiedenen Höhenebenen auswählen. Die Höhenebenen garantieren jedem Platz beste Sichtverhältnisse auf die Bühne. Der Rang unterteilt sich in Seitenränge rechts/links sowie Mittelrang. Der Mittelrang besteht aus 3 Sitzreihen in unterschiedlicher Höhe. Bei der klassischen Theaterbestuhlung finden insgesamt 228 Besucher auf der gepolsterten Reihenbestuhlung Platz.

Bei Konzertveranstaltungen mit Clubflair wird der Saal mit einer Mischvariante aus Foyer-Stehtischen in Kombination mit bestuhlten Einzeltischen ausgestattet. Die Saaltüren werden weit geöffnet, so dass ein Flanieren in die Foyer-Bar gewährleistet ist. Bei Gala- und Tanzveranstaltungen kann der Saal mit einer ebenen Tischvariante variabel eingerichtet werden. Für Konferenzen und Tagungen bietet sich eine ebene Bestuhlung an.

 

Clubkino
 
Ins Clubkino gelangt man über die Treppenanlage des Foyers. Es ist besonders für Tagungsveranstaltungen in kleinem Rahmen geeignet. Die flexible Bestuhlung ermöglich gleichfalls multimediale Vorführungen. Ebenso lässt das größzügige Platzangebot szenarische Theaterproben, Orchesterproben und vieles mehr zu.
 
Vereinsräume 2. Obergeschoß
Weitere Vereinsräume befinden sich im 2. OG. Zu diesen gelangt man wahlweise mit dem Fahrstuhl oder über das Treppenhaus. An diesen Bereich schließt unmittelbar eine Küche an. Die barrierefreie Zugängigkeit der Räumlichkeiten bietet der älteren Generation sowie Menschen mit Handicap sehr viele Vorteile. Durch die eingebauten Falt-Trennwände lässt sich die Größe der Räume variabel gestalten. Zwischen 20 und 100 Sitzpläze stehen so zur Verfügung. Besonders bei Anmietung der Räume für private Feierlichkeiten ist diese Flexibilität von großem Nutzen.
 
Atelier
Im Dachgeschoß befindet sich das Atelier. Durch die großzügige Gestaltung der Dachschräge als Fensterfront eignet sich dieser Raum besonders für Künstler und Vereine aus dem Bereich der bildenden Kunst.